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Ausbildung zur ganzheitlichen
Chikara–Kursleiterin für Frauen
Frauenkampfkunst – asiatische Philosophie – dynamische Meditation
und deren Didaktik
sowie Fortbildung zur/m
Chikara-Kindertrainer/in
für Frauen und Jugendliche
Wozu eine Ausbildung?
Die
Frauenkampfkunst ist ein Bereich, der sich in den letzten 20 Jahren sehr
stark weiterentwickelt hat.
Mit
Frauenkampfkunst ist nicht gemeint, dass immer mehr Frauen in traditionellen
Vereinen Kampfsport trainieren, sondern dass hier ein völlig neuer Ansatz
entstanden ist, Kampfkunst als Lebenskunst zu begreifen. Dabei geht es um
ganzheitliche Selbststärkung, um Frauen für die Herausforderungen des Lebens
fit zu machen und zu erhalten.
Ganzheitlich bedeutet,
dass auf ein besonders gesundes Training wert gelegt wird. Wir wollen uns
nicht im harten Wettkampf kaputt machen, sondern Ressourcen aufbauen, die
unsere Gesundheit und positive Lebensenergie stärken. Dazu gehört ein auf
die körperliche Kondition von Frauen und Kindern abgestimmtes Auf- und
Abwärmen im Training, unterstützt durch Einflüsse aus der
Krankengymnastik, dem Yoga/ Stretching, dem Tai Chi und Qigong sowie auch
der Wirbelsäulengymnastik und neueren Richtungen wie Pilates u.a.
Ganzheitlich bedeutet
auch, dass Selbstbehauptung und Selbstausdruck trainiert werden – entweder
in extra darauf abgestimmten Unterrichtseinheiten oder indirekt durch ein
philosophisch inspiriertes Kampfkunsttraining. Das heißt zum Beispiel,
dass durch das gezielte Üben von Formen und deren regelmäßige Präsentation
und Anwendung automatisch das Selbstbewusstsein der Trainierenden
gefördert wird. Hinzu kommen Informationen über die Hintergründe der
Kampfkunst, deren Entwicklung in den vorangegangenen Jahrhunderten einer
Zeitreise durch die philosophischen Epochen und religiösen Bindungen der
Menschheit gleicht. Hier ist vor allem der Einfluss des Zen-Buddhismus von
großer Bedeutung.
Ganzheitlichkeit
bedeutet auch Vielseitigkeit. Wir trainieren zum Beispiel im
Stockkampf
und anderen Waffenformen alles mit rechts und links. Der Körper erfährt
eine neue Geschicklichkeit. Das Trainieren barfuß im Freien (im Sommer)
ist für viele das erste Mal seit Kindertagen intensiver Kontakt mit dem
„Boden unter den Füßen“. Wir kämpfen allein und gegen mehrere Angreifer,
wir kämpfen um Punkte und um Selbstbeherrschung; wir kämpfen auch mit
unterschiedlichen Voraussetzungen – alle nach den uns eigenen
Möglichkeiten: klein und groß, dick und dünn, beweglich und steif, fit und
untrainiert, mit 6 und mit 60 Jahren, mit Einschränkungen und mit
so genannten Behinderungen.
Und natürlich kämpfen wir auch
und immer noch, um uns im Notfall wehren zu können.
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